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Was passiert mit Retouren?
Du probierst die Jacke an, sie sitzt doch anders als erwartet, und innerhalb weniger Minuten ist das Retourenlabel erstellt. Für dich ist die Sache damit erledigt. Aber was passiert eigentlich mit dem Paket, wenn es beim Onlineshop zurück ist? Retouren sind Waren, die Kundinnen und Kunden nach dem Kauf an den Händler zurückschicken. In diesem Artikel erfährst du, wo Retouren landen, warum nicht jedes Produkt wieder in den Verkauf geht und wie B-Ware Retouren eine zweite Chance gibt.
Was passiert mit einer Retoure nach dem Zurücksenden?
Eine Retoure wird zunächst ausgepackt und geprüft. Dabei wird kontrolliert, ob das Produkt vollständig ist, funktioniert und Gebrauchsspuren aufweist. Auf dieser Grundlage entscheidet der Onlineshop oder ein Verarbeiter, welchen von fünf Wegen der Artikel nimmt.
1. Zurück in den Verkauf als Neuware
Ist ein Produkt ungeöffnet oder eindeutig unbenutzt, kommt es häufig einfach zurück in den Bestand. Der nächste Kunde erhält es als Neuware und merkt nicht, dass es zuvor zurückgeschickt wurde.
2. Als B-Ware verkauft
Ist die Verpackung geöffnet oder beschädigt oder weist das Produkt leichte Gebrauchsspuren auf, kann es häufig nicht mehr als Neuware verkauft werden. Es wird dann zu einem B-Ware-Produkt: geprüft, mit einem Zustand versehen und günstiger angeboten. Das ist der Weg, den Bwareshop verfolgt.
3. Als Restposten weiterverkauft
Manchmal verkauft ein Onlineshop Retouren in großen Mengen an Aufkäufer, ohne jeden Artikel einzeln zu prüfen. Was anschließend mit diesen Restposten passiert, ist für den ursprünglichen Shop oft nicht mehr nachvollziehbar.
4. Recycelt oder zerlegt
Funktioniert ein Produkt nicht mehr und lässt es sich nicht reparieren, kann es recycelt oder für Ersatzteile zerlegt werden. Welche Rohstoffe dabei zurückgewonnen werden, unterscheidet sich je nach Produkt und Verarbeiter.
5. Vernichtet
Wenn es mehr kostet, eine Retoure wieder verkaufsfertig zu machen, als sie noch einbringt, wird ein Produkt manchmal vernichtet.
Wie hoch ist die Retourenquote in Deutschland?
Deutschland ist Retouren-Europameister: Laut der Forschungsgruppe Retourenmanagement der Universität Bamberg liegen die Retourenquoten hierzulande höher als im übrigen Europa. Für 2025 rechnete Retourenforscher Björn Asdecker mit rund 550 Millionen zurückgeschickten Paketen, einem neuen Rekord, wie das ZDF berichtete.
Der Unterschied zwischen den Kategorien ist groß. Am häufigsten geht Kleidung zurück: Bei Mode liegt die Retourenquote auf Artikelebene bei fast 34 %. Eine falsche Passform und ein Produkt, das anders aussieht als auf dem Foto, gehören zu den häufig genannten Gründen. Als B-Ware weiterverkauft wird dabei nur ein kleiner Teil: Laut einer EHI-Studie nutzten 2024 lediglich 5 % der befragten Händler die Zweitvermarktung als B-Ware.
Warum werden Retouren manchmal vernichtet?
Retouren werden vor allem dann vernichtet, wenn die Verarbeitung mehr kostet, als der Verkauf noch einbringt. Eine Retoure muss ausgepackt, geprüft, manchmal gereinigt und neu verpackt werden. Bei günstigen Produkten kostet das schnell mehr, als der Artikel noch wert ist.
Europa setzt dem inzwischen Grenzen. Seit dem 19. Juli 2026 dürfen große Unternehmen in der EU unverkaufte Kleidung, Bekleidungsaccessoires und Schuhe nicht mehr vernichten, so die Europäische Kommission. Für mittelgroße Unternehmen gilt das Verbot ab 2030. Auch Kleidung, die Verbraucher innerhalb der Widerrufsfrist zurücksenden, fällt unter diese Regeln. Eine Vernichtung ist nur noch in Ausnahmefällen zulässig, etwa wenn ein Produkt unsicher oder beschädigt ist.
In Deutschland gilt zudem seit 2020 die sogenannte Obhutspflicht im Kreislaufwirtschaftsgesetz: Händler und Hersteller sollen dafür sorgen, dass ihre Waren gebrauchstauglich bleiben und nicht zu Abfall werden.
Was macht Bwareshop mit Retouren?
Bwareshop gibt Retouren und Restbeständen von Onlineshops eine zweite Chance. So funktioniert der Ablauf in vier Schritten.
1. Retouren von Onlineshops
Onlineshops mit regelmäßig anfallenden Retouren senden diese und ihre Restposten an Bwareshop. Dadurch müssen sie sie nicht selbst verarbeiten.
2. Testen und bewerten
Jeder einzelne Artikel wird auf seine Funktion getestet und auf seinen sichtbaren Zustand geprüft. Fehlt ein Teil oder weist der Artikel Gebrauchsspuren auf, wird dies dokumentiert.
3. Ein transparenter Zustand
Jeder Artikel erhält einen Zustand, von Restbestand und Neuware bis zu leichten Gebrauchsspuren oder einem unvollständigen Lieferumfang. Dieser wird auf der Produktseite angegeben, damit du vor dem Kauf weißt, was dich erwartet. Alle B-Ware-Zustände
4. Erneut verkauft, mit Garantie
Anschließend geht das Produkt zu einem attraktiven Preis wieder in den Verkauf, mit 1 Jahr Garantie und bei den meisten Produkten 30 Tagen Rückgaberecht. So bekommt eine Retoure einen neuen Besitzer, der sie weiter nutzt.
Retouren kaufen: B-Ware und Retourendeals
Retouren kaufen kannst du als Verbraucher ganz einfach. Bei Bwareshop findest du Retourenware in zahlreichen Kategorien, von Kopfhörern und Küchengeräten bis hin zu Gartenmöbeln und Fitnessgeräten. Der Unterschied zum Kauf von Restposten bei einem Aufkäufer: Du kaufst einen einzelnen, geprüften Artikel mit angegebenem Zustand und Garantie statt einer Kiste mit unbekannten Produkten.
Möchtest du lieber eine Überraschung, sind die Mystery-Boxen eine Möglichkeit. Sie enthalten Retourenartikel oder ungeöffnete Pakete und werden wie besehen verkauft.
Retouren vermeiden oder auslagern: für Onlineshops
Retouren zu vermeiden beginnt auf der Produktseite. Klare Größentabellen, aussagekräftige Fotos und eine genaue Produktbeschreibung verringern die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde etwas anderes erhält als erwartet. Diese Gründe können Onlineshops zu einem großen Teil selbst beeinflussen.
Ganz vermeiden lassen sich Retouren jedoch nicht. Hat dein Onlineshop regelmäßig Retouren oder Restbestände, kannst du die Verarbeitung auslagern. Bwareshop übernimmt den gesamten Ablauf: vom Eingang und Testen bis zur Lagerung und zum Verkauf über eigene Kanäle in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland. Mehr erfahren? Hier findest du Informationen dazu, wie du B2B-Partner wirst.
Häufig gestellte Fragen zu Retouren
Was passiert mit Retouren?
Eine Retoure wird zunächst ausgepackt und geprüft. Je nach Zustand kann sie als Neuware erneut verkauft, als B-Ware angeboten, als Restposten weiterverkauft, recycelt oder in manchen Fällen vernichtet werden. Welchen Weg ein Artikel nimmt, hängt unter anderem von seinem Zustand und den Kosten für die erneute Aufbereitung ab. B-Ware-Shops wie Bwareshop prüfen Retouren und verkaufen sie mit einem angegebenen Zustand und einer Garantie weiter.
Wie hoch ist die Retourenquote in Deutschland?
Deutschland hat laut der Forschungsgruppe Retourenmanagement der Universität Bamberg die höchsten Retourenquoten in Europa. Für 2025 wurden rund 550 Millionen zurückgeschickte Pakete erwartet, so viele wie nie zuvor. Die Quote unterscheidet sich je nach Produktkategorie deutlich: Am häufigsten geht Kleidung zurück, bei Mode liegt die Retourenquote auf Artikelebene bei fast 34 %. Zu den häufig genannten Gründen gehören eine falsche Passform und Abweichungen zwischen Produkt und Darstellung auf dem Foto.
Werden Retouren vernichtet?
Ein Teil der Retouren wird vernichtet, insbesondere wenn die Verarbeitung mehr kostet, als der Artikel noch einbringt. Wie groß dieser Anteil ist, unterscheidet sich je nach Händler und Produktgruppe. Seit dem 19. Juli 2026 dürfen große Unternehmen in der EU unverkaufte Kleidung, Bekleidungsaccessoires und Schuhe grundsätzlich nicht mehr vernichten. Für mittelgroße Unternehmen gilt das Verbot ab 2030. Ausnahmen sind beispielsweise bei beschädigten oder unsicheren Produkten möglich.
Was macht Amazon mit Retouren?
Amazon beschreibt mehrere Wege für zurückgesendete Produkte. Artikel in einwandfreiem Zustand können nach einer Prüfung wieder als Neuware verkauft werden. Geöffnete oder gebrauchte Produkte bietet Amazon über den Amazon Retourenkauf (früher Amazon Warehouse Deals) mit einer Zustandsbeschreibung erneut an oder repariert sie bei Bedarf. Amazon-Retouren werden dabei vor dem Wiederverkauf geprüft, unter anderem auf fehlendes Zubehör und Verpackungsschäden. Für andere Artikel arbeitet Amazon nach eigenen Angaben mit gewerblichen Restpostenhändlern zusammen, außerdem werden geeignete Produkte gespendet oder anderweitig verwertet. Amazon-Retouren kaufen kannst du also direkt bei Amazon oder als geprüfte B-Ware bei Shops wie Bwareshop.
Kann man Retouren kaufen?
Ja, Retourenware kannst du bei B-Ware-Shops wie Bwareshop kaufen. Dort kaufst du einen einzelnen Artikel, der geprüft wurde und dessen Zustand auf der Produktseite angegeben ist. Bei Bwareshop gilt außerdem eine Garantie. Das unterscheidet sich vom Kauf von Restposten bei einem Aufkäufer, bei dem du häufig eine größere Menge ungetesteter Artikel kaufst. Wenn du den Inhalt nicht vorher kennen möchtest, kannst du auch eine Mystery-Box wählen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Retoure und Restbestand?
Eine Retoure ist ein Produkt, das ein Kunde an den Onlineshop zurückgeschickt hat, häufig nachdem die Verpackung geöffnet wurde. Restbestand ist dagegen ein Produkt, das noch nicht bei einem Kunden war, beispielsweise ein Überschuss eines Lieferanten. Bei Bwareshop ist Restbestand ebenfalls eine Zustandsangabe. Eine Retoure kann je nach Zustand als neu, mit leichten Gebrauchsspuren oder mit einer anderen Zustandsbeschreibung angeboten werden.